Chronik

Irmgard Brückner
Die Gründerin der Niederdeutschen Bühne Neubrandenburg war Irmgard
Brückner. Ihr Wahlspruch lautete zeitlebens:
„ALL UNS ARBEIT FÖR UNS HEIMAT“
1932 sammelte Frau I. Brückner plattdeutsche Rezitatoren, Freunde des Niederdeutschen und Spielbegeisterte um sich, und studierte mit 50 Mitwirkenden das Stück: „Ut de Preußentied“  ein. Es wurde bei Eigenfinanzierung viermal in Neubrandenburg, zweimal in Neustrelitz und einmal in Friedland aufgeführt. Der große Erfolg dieser Aufführung ermutigte zu weiteren Inszenierungen wie: „Buernhochtied“ und „Uns Heimat in Not“.
1934 verlieh die Reichstheaterkammer der Truppe den Namen: „NIEDERDEUTSCHE BÜHNE NEUBRANDENBURG“ und die Spielberechtigung.
1938 wurde die NDB für ständige Aufführungen in sechs Städten zugelassen.
In der Zeit von 1934 – 1943 wurden folgende Stücke aufgeführt:
  • „Wenn de Hohn kreiht“
  • „Dörchleuchting“
  • „Cilly Cors“
  • „In’ne Kniep“
  • „Söbentein Sack Kaffee“
  • „Stratenmusik“
Die Reichstheaterkammer setzte die Gründerin und Leiterin der Niederdeutschen Bühne, Irmgard Brückner, am 31.08.1939 ab, weil sie sich weigerte, Mitglied der NSDAP zu werden. Stadtrechtsrat
Dr. Wienck wurde nominaler Leiter der Bühne.
Von 1940 – 1945 ruhte die Bühnenarbeit.

Karl Grützmacher

1945 übernahm der Schriftsteller Karl Grützmacher die Leitung der Bühne und brachte das Bühnenleben wieder in Gang. Er leitete die NDB von 1945 – 1949.
In dieser Zeit entstanden unter seiner Leitung folgende Inszenierungen:
  • 1946 „Wenn de Hohn kreiht“
  • 1947 „Kramer Krey“
  • 1947 „Nette Pasteten“
  • 1948 „Up Düwels Schuwkohr“
  • 1949 „Düwelsdiern“
1950 – 1952 übernahm Willi Rahn, gemeinsam mit Hans-Heinrich Lamp, die Leitung der Bühne.

Willi RahnHans-Heinrich Lamp

1950 führten sie das neugeschriebene Stück „Minsch achtern Maand“ auf, das sie aus eigener Tasche finanzierten.
1952 übernahm der Tischler Paul Pasewald die Leitung der Niederdeutschen Bühne.
1953 wurde das Stück „Feddig Fingern“ einstudiert. Das Stück wurde insgesamt 68 mal aufgeführt und von 11.067 Zuschauern besucht. Unter der Leitung von Paul Pasewald gab es jedes Jahr neue Einstudierungen der großen und kleinen Form.
Die Aufführungszahlen stiegen und das bespielte Territorium wurde ständig erweitert.
1954/55 „Wenn de Hohn kreiht“ 39 Aufführungen
1954 „Ut de Franzosentied“ 7 Aufführungen
1954 „Wind üm de Uhr’n“ 4 Aufführungen
1956 „Denn Letzten bieten de Hun’n“ 4 Aufführungen
1956/57 „De vergnögte Tankstell“ 50 Aufführungen
1957 „Familie Quast“ 2 Aufführungen
1959 „Himbeersaft und Leew“ 65 Aufführungen
1960 „Fuul Eier“ 70 Aufführungen
1960 „Kein Hüsung“ 15 Aufführungen
1961 „Dreemol bimmeln“ 30 Aufführungen
1962/63 „Dat verdreihte Testament“ 35 Aufführungen
In diesen Jahren hatte die Bühne rund 20 Mitglieder, die mit den genannten Stücken und Kleinprogrammen 330 mal unterwegs waren und 95.185 Besucher erfreuten.
Für ihre künstlerische Leistung und Einsatzbereitschaft wurde den Bühnenmitgliedern 1961 der Kulturpreis des Rates des Bezirkes Neubrandenburg „Fritz-Reuter-Preis III. Klasse“ anerkannt.
1964 war an der Bühne nichts los.
Nach 13 Jahren unermüdlicher Leitertätigkeit legte Paul Pasewald, am 12.01.1965, die Leitung der Bühne aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er wurde Ehrenmitglied der Bühne und spielte bis in die 70er-Jahre aktiv.

Günther Stoltenburg1965 – 67 war an der Bühne Sendepause.
Der Stamm der Bühne lief aber nicht auseinander.
Günther Stoltenburg übernahm 1965 die Leitung der Niederdeutschen Bühne. Gemeinsam mit Dietrich Scheunemann und Hilde Schmidt nahmen sie Verbindung mit dem Haus der Kultur und Bildung auf.
1968 fingen sie dann mit zwölf Mitgliedern wieder ganz klein, mit einem Reuterprogramm, an. Am 31.10.1968 begannen die Proben für ein neues Stück, „As de Wilden“.
Die Premiere fand am 30.03.1969 im HKB statt.
1969 erhielt die Bühne den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“.
1970 war ein erfolgreiches Jahr für die Bühne. Sie waren 18 mal mit „Bunte Programme“ und einmal mit „ As de Wilden“ unterwegs und haben 5.816 Besuchern vergnügte Stunden bereitet.
Die Festtage der drei Nordbezirke der NDB wurden 1970 in Neubrandenburg durchgeführt.
Maximiliana Rosenow1971 hatte das Stück „Flidderwochen tau drütt“ Premiere. Es wurde zehnmal und „Bunte Programme“ elfmal aufgeführt. Dabei waren 8.637 Besucher. Mit Maximiliane Rosenow als Regisseurin konnten wir den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ erfolgreich verteidigen.

1972 hatte das Märchen „Der Fischer und seine Frau“ Premiere. Es wurde zweimal gespielt und hatte 1.036 Besucher. „Flidderwochen tau drütt“ wurde noch siebenmal für 2.128 Besucher gespielt.
Zehn Einsätze mit „Buntes Programm“ erfreute 2.053 Besucher.
1973 wurde Neubrandenburg 725 Jahre alt, da hatte sich die Bühne viel vorgenommen.
Die Maaten traten 28 mal mit verschiedenen Stücken und Programmen auf und erfreuten 7.314 Besucher.
  • neunmal mit „De Fischer und seine Frau“
  • dreimal mit „Flidderwochen tau drütt“
  • siebenmal mit „Verlowung üm Middernacht“
  • neunmal mit „Bunte Programme“

Auch für 1974 hatten sich die Mitglieder sehr viel vorgenommen, aber nicht einmal die Hälfte geschafft. – Es war ein ganz verrücktes Jahr –
Die Bühne hatte ihr 40. Jubiläum. Der Todestag von Fritz Reuter jährte sich zum 100. mal.
Die Bühnentage der ND-Bühnen fanden in Neubrandenburg statt. Ein neues Stück sollte einstudiert werden und in diesem Jahr Premiere haben. Ein Programm zur Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Republik sollte aufgeführt werden.
Das waren große Aufgaben für die Maaten der NDB. Die zugesagte Unterstützung vom HKB blieb jedoch aus. So kamen sie ihren Verpflichtungen nur in geringerem Maße nach.

„Verlowung üm Middernacht“ 5 Vorstellungen
„Flidderwochen tau drütt“ 1 Vorstellung
„Ierstens kümmt dat anners“ 2 Vorstellungen
„Reuterprogramme“ 3 Vorstellungen
Diese Vorstellungen wurden insgesamt von 3.497 Liebhabern der plattdeutschen Sprache besucht. Um dies alles zu verwirklichen, mussten die Bühnenmitglieder große Leistungen vollbringen. Dafür wurden sie zur Premiere von „Ierstens kümmt dat anners“ mit dem
„Fritz-Reuter-Preis II. Klasse“ geehrt. Bei einem Ausflug nach Schwerin schöpften die Mitglieder wieder neue Kraft für das Jahr 1975. Sie traten in 17 Veranstaltungen auf und hatten insgesamt 2.906 Besucher. 1976 ging es wieder richtig los, mit zwei Veranstaltungen im Hotel „Vier Tore“, „Snack up platt“ und „Meckelborg, wie hest du die verännert“.
Insgesamt hatten die Spieler 70 Einsätze mit 5.407 Besuchern. Zur Erholung unternahmen sie einen Wochenendausflug nach Potsdam. Ein Höhepunkt in diesem Jahr waren die Tage vom Rundfunk in Neubrandenburg. Zwei Bühnenmitglieder wirkten in den Veranstaltungen „Alte Liebe rostet nicht“ und „Neubrandenburger Spezialitäten“ mit.
Victor Cori1977 ging es mit der Bühne weiter bergauf.
Premiere mit „Hochtiedsbesök“, Regie Victor Cori,
Teilnahme am „Goldenen Samovar“, „Reuterabende“ im Hotel, Ausflug der Maaten nach Dresden, Teilnahme an den Bühnentagen
in Güstrow.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 94 Veranstaltungen durchgeführt, an denen 15.903 Besucher teilnahmen.
Auch Trauriges gab es in diesem Jahr. Willi Zeitz, ein langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied, ist zu Jahresbeginn verstorben.
Viel tat sich 1978 an der Bühne. Harte Proben für die Premiere im Oktober mit „2 1/2 PS“. Die Bühnentage fanden in diesem Jahr wieder in Neubrandenburg statt. Zwei Grillpartys fanden statt, wo die Mitglieder wieder Kraft und neuen Mut für die weitere Arbeit tanken konnten. So hatten sie in diesem Jahr insgesamt 94 Einsätze mit 16.632 Besuchern
sechsmal mit „Verlowung üm Middernacht“
siebenmal mit „Hochtiedbesök“
viermal mit „2 1/2 PS“
77 mal mit „Bunten Programmen“
wie „Meckelbörg, wie häst du die verännert“.
Eine traurige Mitteilung erreichte die Bühnenmitglieder im September dieses Jahres.
Die Gründerin der NDB Neubrandenburg, langjähriges Mitglied und Ehrenmitglied,
IRMGARD UNGER–BRÜCKNER, verstarb am 16.09.1978.
Auch 1979 war ein arbeitsreiches Jahr für die Spieler der Niederdeutschen Bühne.
  • Plattdeutsche Donnerstagabende in der Reuterstube
  • Jagdabend im Forsthaus
  • Premiere mit „Wossidlow-Programm“
  • Programm für Fastelabend in Murchin
  • Bunter Abend im Hotel
  • Sommernachtsball in Berlin Pankow
  • 675-Jahr-Feier in Dewitz
  • Gastronomische Wochen der HO in Berlin
  • Eröffnung der Reutergedenkstätte in Neubrandenburg
Insgesamt traten die Maaten 104 mal auf und hatten 14.556 Besucher.
zehnmal mit „Hochtiedbesök“
achtmal mit „2 1/2 Ps“
67 mal mit „Meckelborg“
19 mal mit „Bunte Programme“

Damit alles so gut gelingt, haben die Spieler 3.168 Stunden Freizeit für die Arbeit an der NDB aufgebracht. Um sich davon zu erholen, fuhren die Maaten nach Warnemünde und machten sich ein paar schöne Tage im Hotel Neptun. In diesem Jahr verloren sie zwei langjährige Mitglieder und Ehrenmitglieder, Anna Lewerenz und Willi Rahn. 1980 war die Bühnenarbeit sehr schwierig. Durch Krankheit und damit Ausfall von Spielern mussten Rollen umbesetzt werden, die geplanten Stücke konnten erst später aufgeführt werden.

„Hochtiedbesök“ siebenmal
„2 1/2 PS“ neunmal
„Meckelbörg“ viermal
„Dit un Dat“ 43 mal
„Lüüd ut Lüttenhagen“ dreimal
„Bunte Programme“ zweimal

Mit der Kündigung des Regisseurs Viktor Cori 1981, ging es ganz schön durcheinander.
Die Maaten standen mitten in den Proben für „Een lütt Gewitter klohrt de Luft up“.
Die Arbeit ging trotzdem weiter. So wurde am 11.11.1981 zum letzten mal „Hochtiedbesök“ gespielt.

„2 1/2 PS“ siebenmal
„Dit un Dat“ 58 mal
„Lüüd ut Lüttenhogen“ fünfmal
„Bunte Programme“ achtmal

Am 14.02.1982 war Premiere von „Een lütt Gewitter klohrt de Luft up“. Es war ein großer Erfolg. Die Maaten dachten, damit geht’s zu den 19. Arbeiterfestspielen, die in Neubrandenburg stattfanden.
Die Premiere war zu spät, die Jury hatte schon alles abgeschlossen.
Die „Reuterprogramme“ im Hotel liefen weiter. Die letzte Vorstellung von „2 1/2 PS“ gaben sie im November im HKB. Dieter Unruh, Schauspieler vom Friedrich-Wolf-Theater, wurde Regisseur und künstlerischer Leiter an der Bühne. Er studierte das Stück „As de Wilden“ ein, das vor 15 Jahren schon einmal gespielt wurde.

„2 1/2 PS“ wurde siebenmal gespielt und
„Een lütt Gewitter klohrt de Luft up“ 13 mal
Das Jahr 1983 fing gut an. Zu den Proben waren alle da. Der neue Regisseur studierte weiter das Stück „As de Wilden“ ein, mit dem dann am 20.03.1983 Premiere war. Es hat alles prima geklappt, und es gab eine zünftige Premierenfeier. Im Friedrich-Wolf-Theater spielten die Maaten „Een lütt Gewitter klohrt de Luft up“. Die 350. Veranstaltung in der Reuterstube fand statt. In der Sommerpause trafen sich alle in der Jagdhütte. Dort wurde das 30. Bühnenjubiläum von G. Stoltenburg und D. Scheunemann gefeiert,
so wie das 10. von U. Richter und W. Stallmann. Teilnahme an den Bühnentagen in Güstrow.
„As de Wilden“ wurde noch viermal in Puttbus, für 1.287 Besucher gespielt.
1984 – Jubiläumsjahr der Bühne, sie wurde 50 Jahre alt. Es gab viel zu tun, eine Broschüre, „50 Jahre Niederdeutsche Bühne“, wurde herausgebracht, eine Ausstellung vorbereitet, eine Vitrine gestaltet,
und die Proben zum neuen Stück gingen weiter. Premiere von „Vadder Kruse“ war am 30.06.1984.
35 Sendungen im Rundfunk über die Geschichte der Niederdeutschen Bühne. Die laufenden Veranstaltungen wurden auch weiter durchgeführt.
„Een lütt Gewitter klohrt de Luft up“ 7 Veranstaltungen
„As de Wilden“ 3 Veranstaltungen
„Dit und Dat…“ 47 Veranstaltungen
„Buntes Programm“ 24 Veranstaltungen
„Vadder Kruse“ 14 Veranstaltungen
Die Maaten erhielten wieder den Titel „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ und wurden mit dem
„Fritz-Reuter-Preis I. Klasse“ ausgezeichnet.
Ein großer Wunsch ging für die Maaten in diesem Jahr in Erfüllung, die lange geplante Reise in die CSSR.
Das Jubiläumsjahr haben die Maaten hinter sich gelassen. Das heißt aber nicht 1985 wird ausgeruht. Gleich am 10. Januar ging es weiter mit den „Reuterabenden“ im Hotel. Die Proben für „De vermasselte Nacht“ begannen. Zwischendurch wurde immer noch für „Een lütt Gewitter“ und „Vadder Kruse“ geprobt.
72 Veranstaltungen mit „Bunten Programmen“ wurden in verschiedenen Städten und Dörfern durchgeführt. An drei Wochenenden traten sie mit dem Reuterstubenprogramm auf der Insel Rügen auf.
„Een lütt Gewitter“ wurde noch zwei mal für 687 Besucher und „Vadder Kruse“ noch 15 mal für
4.374 Besucher gespielt.
Zur Erholung gab es wieder die traditionelle Fete auf dem Campingplatz in Gatsch Eck.
1986 ging es gleich in die Vollen. Proben für „De vermasselte Nacht“ gingen weiter.
Premiere war am 23. Februar 1986. Die Premiere war ein großer Erfolg, das Stück wurde noch
neunmal in diesem Jahr gespielt. Die Reuterabende im Hotel wurden weitergeführt. An den Bühnentagen in Stralsund nahmen die Maaten auch teil. Im September fuhren sie zur Entspannung nach Zapel bei Schwerin.
Traurig nahmen die Maaten die Nachricht auf, das Paul Pasewald, der 13 Jahre die Bühne leitete, Mitglied und Ehrenmitglied der Bühne war, am 04.07.1986 verstorben ist.
1987 gab es vier Veranstaltungen im Januar. Dann wurde in der ersten Hälfte des Jahres erst einmal kürzer getreten. Berlin wurde 750 Jahre alt. Dort nahmen die Maaten unter der Regie von Viktor Cori am großen Festumzug, im Juli auf dem Alex und im August in Pankow, teil. Im September gingen die Reuterabende im Hotel wieder los. 17 bunte Veranstaltungen gab es in verschiedenen Städten, Dörfern und Betrieben. „De vermasselte Nacht“ wurde noch elfmal gespielt. Beim Bockbieranstich waren die Maaten auch wieder mit einem Programm dabei.
1988 – Auftritt mit neuem Reuterprogramm in der Reuterstube Gastspiel in Rostock und in Greifswald mit „De vermasselte Nacht“.
Die Niederdeutschen Bühnentage finden in Neubrandenburg statt.
Die Niederdeutsche Bühne Flensburg gastiert mit dem Stück „Swig still Jung“ im HKB.
Am 17.07.1988 stirbt Dietrich Scheunemann, er war langjähriges, verdienstvolles Mitglied und Ehrenmitglied der Bühne.
1989 – Premiere mit „2 1/2 PS“, in einer Neuinszenierung von Dieter Unruh.
1990 gastieren wir mit diesem Stück im Stadttheater Flensburg.
Die Niederdeutsche Bühne Brake kommt mit dem Stück „Stratenmusik“ ins HKB nach Neubrandenburg.
18.05.1990 – Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Neubrandenburg als „Niederdeutsche Bühne der Stadt Neubrandenburg e.V.“ mit der Register-Nr. 8.
1991 – „Petrus gifft Urlaub“ – Premiere mit ca. 200 Besuchern.
„Dit un Dat“ in der Gaststätte „Fritz Reuter“.
1992 – Premiere von „Romme to drütt“, die letzte Inszenierung von Dieter Unruh.
1993 dreimal „Romme to drütt“ und
dreimal „Hänsel und Gretel“ gespielt

1994 – 60. Geburtstag der Niederdeutschen Bühne Neubrandenburg. Aus diesem Anlass wird die Broschüre „60 Jahre Niederdeutsche Bühne“ herausgegeben.
Die Premiere „De Reis na Binnen“ – 60 Jahre Bühnengeschichte,
an Hand von Szenen aus Stücken vergangener Jahre, wird unter der Regie des Neuen, Dieter Nolze, inszeniert. Das Märchen „Tischlein deck dich“ hat ebenfalls Premiere und wird neunmal gespielt.

einmal „Hänsel und Gretel“
einmal „Petrus gifft Urlaub“
einmal „De Reis na Binnen“
13 mal „Bunte Programme“

1995 – Teilnahme an den Niederdeutschen Bühnentagen in Güstrow.
Premiere von „Rumpelstilzchen“.

neunmal „Petrus gifft Urlaub“
viermal „Tischlein deck dich…“
achtmal „Rumpelstilzchen“
17 mal „Bunte Programme“

1996 – Premiere von „Labskaus und Schampanjer“, welches wir in diesem Jahr noch achtmal gespielt haben.

„Rumpelstilzchen“ einmal
„Bunte Programme“ 14 mal

1997 – Niederdeutsche Bühnentage in Neubrandenburg. An diesem Wochenende finden vier Veranstaltungen, auch von anderen Bühnen, statt. Über das Jahr verteilt spielen wir:

einmal „Labskaus und Schampanjer“
viermal „Kinners, wie möten sporen“
dreimal „Hänsel und Gretel“
achtmal „Tischlein deck dich…“
zwölfmal „Bunte Programme“
1998 – 750-Jahr-Feier in Neubrandenburg, die Niederdeutsche Bühne repräsentiert sich zu den Großveranstaltungen in vielfältiger Form.
    • Eröffnung des Festjahres
    • Frühlingsfest an der Hintersten Mühle
    • Snacks, Singsang und Danz am Belvedere
    • Eröffnung der Festwoche und Museumsfest

Festprogramm mit dem Volkschor

  • Historischer Umzug mit „Reuterbild“ – die neue Vereinsfahne wird präsentiert.
  • Umzug mit „Reuterbild“ in Berlin
  • Premiere „Anna, dat Goldstück“
  • Gespielt wurde in Altentreptow, Anklam, Zinnowitz, Friedland und Neubrandenburg
sechsmal „Kinners, wie möten sporen“
dreimal „Anna, dat Goldstück“
fünfmal „Hänsel und Gretel“
viermal „Tischlein deck dich…“
zwölfmal „Kleinprogramme“
„Westbesök“, ein Hörspiel von Willi Stallmann, wird produziert.
Herta Zack und Horst Schmidt, langjährige Mitglieder und Ehrenmitglieder, verstarben.
1999 wird die Bühne 65 Jahre alt. Die Maaten bieten ihren Fans eine Komödie der besonderen Art – Szenen an einem Autobahnrastplatz: „ Currywurst un Pommes“. Außerdem entwickeln wir eine Ausstellung über unsere bisherige Tätigkeit. Auch ein Märchen wird wieder einstudiert, „Die Prinzessin und der Schweinehirt“.
Wir spielten:
fünfmal „Anna dat Goldstück“
fünfmal „Kinners, wi möten sporen“
dreimal „Currywust un Pommes“
dreimal „Tischlein, deck dich…..“
sechsmal „Die Prinzessin und der Schweinehirt“
Aber wir haben uns auch unsere Kollegen von anderen Bühnen angesehen, auf dem großen Bühnentag in Cuxhaven. Auch ein Ausflug fand statt, der uns nach Rheinsberg führte.
2000 – Schon auf der Jahreshauptversammlung sind für 21 Vorstellungen die Termine fest. Eine gute Planung ermöglicht trotzdem einen Ausflug. In diesem Jahr fahren wir nach Feldberg und erwandern die Gegend, gemeinsam mit dem Revierförster, außerdem fahren wir mit Boot und Kremser. Wieder einmal Premiere im November mit dem Lustspiel „Pension Sünnenschien“ von Karl Wittlinger.
2001 – In diesem Jahr konnten wir die Anzahl der Theaterveranstaltungen auf 23 erhöhen, die Besucherzahlen lagen für alle Vorstellungen bei 5.689. „Dat Äkel“ wurde als Premiere auf die Bühne gebracht. Außerdem spielten wir:
Currywust un Pommes 4 Veranstaltungen
Pension Sünnschien 7 Veranstaltungen
Dat Äkel 4 Veranstaltungen
Hänsel und Gretel 1 Veranstaltung
Prinzessin u. d. Schweineh. 7 Veranstaltungen

2002 – Im Spielplan standen die Komödien:

„Pension Sünnschien“ 5 Gastspiele
„Dat Äkel“ 8 Gastspiele
Premiere „Hartklabastern“ 2 Gastspiele
und die Märchen
„Die Prinzessin und der Schweinehirt“ 2 Gastspiele
„Rumpelstilzchen“ 7 Gastspiele
In 24 Gastspielen sahen im letzten Jahr 6.495 Besucher unsere Aufführungen, das sind ca. 700 Besucher mehr als im Vorjahr. Unser Bühnenausflug führte uns in diesem Jahr nach Bad Stuer an den Plauer See. Wir beteiligten uns an den Amateurtheatertagen der Stadt Neubrandenburg mit „Pension Sünnenschien“ und flanierten als Reuters Figuren über das „Vier Tore Fest“.

bernd blumhagen 2

2003 – Günther Stoltenburg gibt aus gesundheitlichen Gründen die Leitung der Bühne, nach 38 Jahren, ab und neuer Vorsitzender wird Bernd Blumhagen. Günther wird Ehrenvorsitzender der Bühne und für den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorgeschlagen. Leider erliegt er im Juni seiner schweren Krankheit. Die Mitglieder der Bühne und viele Freunde sind tief betroffen. Wir verlieren einen engagierten Verfechter der niederdeutschen Sprache. Der große Bühnentag der Bühnenbünde fand in diesem Jahr in Lübeck statt.
„Dat Äkel“ 3 Vorstellungen
„Hartklabstern“ 9 Vorstellungen
„Väl Glück mit mien Wittfru“ 5 Vorstellungen
und das Märchen
„Rumpelstilzchen“ 3 Vorstellungen

2004 – 70 Jahre Niederdeutsche Bühne – ein Ausschnitt aus vielen bisher gespielten Stücken, unter dem Motto „Allns blots Theater“, zeigt einen Abriss unserer Arbeit. Der Festempfang am
12. September im Latücht fand bei Freunden, Förderern und Sponsoren, ebenso wie die Wanderausstellung, große Beachtung. Außerdem nahmen wir eine CD „Märchen auf platt“ im Tonstudio des Senders Neubrandenburg auf, was allen Mitwirkenden viel Spaß brachte. In diesem ereignisreichen Jahr waren wir außerdem 18 mal mit unseren Stücken auf Tour. Mit der Inszenierung des Märchens „Dornröschen“ gab Daniel Wall sein erfolgreiches Regiedebüt.

2005 – Die Inszenierung des Volksstücks „Wadergrundstück söcht“ von Rudi Strahl, in der plattdeutschen Fassung von Manfred Brümmer, war ein voller Erfolg. Es war eine Inszenierung unter „erschwerten Bedingungen“, da wir das Textbuch in lediglich einem Exemplar, in nicht kopierfähiger Form erhielten, so dass es noch mal komplett abgeschrieben werden musste. Wir gaben sieben Vorstellungen mit 2.345 Besuchern. Unser jährlicher Bühnenausflug ist Tradition geworden. Es gibt wohl niemanden, der nicht gern an das Wochenende im Juni auf der Insel Usedom zurückdenkt. Nach langer Abwesenheit haben wir in Putbus am 6. Dezember zwei Vorstellungen von „Dornröschen“ gegeben.
2006 – Im Mittelpunkt der Bühnenarbeit stand die Inszenierung der Uraufführung des Stückes „Eenmal Jensiets un taurüg“ von Rudolf Korf. In diesem Jahr gab es wieder einen „Großen Bühnentag“. Er war vom 25.-28.05. in Gägelow/Wismar und fand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns statt.
Dornröschen 2 Vorstellungen
Eenmal Jensiets… 7 Vorstellungen
Kleinprogramme 85 Auftritte
Figuren/Hist. Stadtführung 7 Auftritte
Interessengruppe
„Platt“ Datzeberg
35 Treffen

2007 – Erneut steht eine Uraufführung im Probenplan, das Stück „Hest Müüs, hest Macht“ von Marion Balbach, dieses mal unter der Regie von Daniel Wall. Acht Aufführungen haben wir mit diesem Stück gemacht und 1.864 Zuschauer begeistert. Seit ein paar Jahren ist vom Umbau des Haus der Kultur und Bildung die Rede. Bevor der Bau der Tiefgarage in vollem Gange ist, mussten wir mit unserem Fundus ausziehen. In den Räumlichkeiten des ABC-Baus in der Sponholzer Straße fanden wir ideale Bedingungen und zogen dort zum November des Jahres ein. Eine Probenbühne und ein Raum, den wir als Büro nutzen konnten, alles unter einem Dach, machte unser Glück perfekt.

2008 – Wir inszenierten eine Komödie und haben sie erfolgreich neunmal aufgeführt. Unser Publikum hat sich köstlich über „Nix as Kuddelmuddel“ amüsiert und wir hatten bei Proben und Aufführungen auch unseren Spaß. Insgesamt haben wir mit der Komödie 1.699 Zuschauer erreicht. Leider hatten wir mit unserer Märcheninszenierung nicht so viel Erfolg. „Die verzauberten Brüder“, in der Regie von Daniel Wall, hatte nicht die erhoffte Resonanz.

2009 – „Eenmal de Wohrheit“, ein Volksstück von Karl-Heinz Komm, wurde mit stehenden Ovationen beklatscht. Marion Suri spielte eine hervorragende Doppelrolle, doch zuvor übernahm sie auch noch den Vorstandsvorsitz der Bühne.
In Neubrandenburg haben dieses Stück 1.087, insgesamt ca. 1.500 Zuschauer gesehen.
Mitten im Sommer spielten wir für die Kleinen „Die verzauberten Brüder“ in Putbus und in der Vorweihnachts- zeit wieder einmal in Friedland. Um sich von Stress und Probenalltag zu erholen, fuhren wir am 12.09. in den Spreewald. Wir haben uns durch die Kanäle gondeln lassen, die fantastische Gegend genossen und zwischendurch reichlich gespeist. Trotz der vielen Stunden auf der Piste konnten wir uns doch entspannen. Denn zu Hause gingen die Proben weiter. Da wir in diesem Jahr unseren 75. Geburtstag begingen, wollten wir unsere Zuschauer mit einer zweiten Premiere überraschen. Mit der Uraufführung des Stückes „Spökelstund’n“ von Rudi Korf. Doch die Kulissen hatten wir umsonst aufgebaut. Innerhalb von zwölf Stunden wurde einer unserer Darsteller so krank, dass wir die Premierenzuschauer wieder nach Hause schicken mussten. Im Januar wurde diese Premiere nachgeholt. Zum Jahresende haben wir es uns in unserem Probenraum bei einer toll ausgestalteten Weihnachtsfeier gut gehen lassen.

2010 – Dieses Jahr stand unter dem Zeichen des 200. Geburtstages von Fritz Reuter. Unter vielen Bewerbern wurden wir auserwählt, an der Festveranstaltung am 15.07.2010 in der Konzertkirche in Neubrandenburg mitzuwirken. Wir ließen das 100 Jahre alte Stück von Rudolf Tarnow „Dat Randewuh in’n Rathus tau Stavenhagen“ überarbeiten und brachten mit „Fritzings Kinner graleern“ eine Hommage an den großen plattdeutschen Dichter, welche wir zum „Vier Tore Fest“ noch einmal aufführten.
Im Herbst, am Vorabend von Reuters Geburtstag, war die Premiere zu „Een gode Partie“, eine Komödie von Stefan Vögel, mit der die Maaten noch immer auf Tour gehen. In diesem Stück hat Eduard Frambach seine bisher größte Rolle mit bravour auf die Bretter, die nicht nur für ihn die Welt bedeuten, gebracht. Ein Termin für eine große Jahresabschlussfeier konnte nicht gefunden werden, aber zu einem Adventskaffee hatten fast alle Zeit.

2011 – Die Suche nach einem neuen Stück gestaltet sich schwierig. In der Geschichte der Niederdeutschen Bühnen in Mecklenburg-Vorpommern ist es noch nicht vorgekommen, dass zwei Bühnen das selbe spielen möchten. Also, was anderes muss her… Das passt auch nicht, das hat im März in Wismar Premiere. Wir finden schon noch ein Stück, mit dem wir unsere Zuschauer im Oktober ins Theater locken.
Es ist soweit, am 29.10.11 um 19.00 Uhr geht der Vorhang im Schauspielhaus Neubrandenburg für die Komödie „So een Tyrann!“ von Bernd Gombold auf. Unter turbulenten Umständen, da wir zwischenzeitlich unser Domizil in der Sponholzer Straße verlassen mußten, hat Heidrun Wegner (siehe Bild rechts), als ihr Debüt in der Regiearbeit, dieses Stück inszeniert.
Wir laden Sie herzlich ein, sich davon zu überzeugen, dass auch „Tyrannen“ nett sein können.
„En gode Partie“   5 Vorstellungen
„So een Tyrann!“   5 Vorstellungen
verschiedene Kleinprogramme 35 Auftritte
2012 – Wir haben uns gut im neuen Domizil im Steigerweg 15 a – d in Fritscheshof eingelebt. Es gibt Platz für ein kleines Büro, einen nicht viel größeren „Malsaal“, einen kleinen Fundus, ein Techniklager und eine große Halle, die wir als Probenbühne und als Lager für unsere Kulissen nutzen. Nachdem wir die Kulissen vieler abgespielter Stücke eingelagert haben, sieht die Halle schon nicht mehr so groß, aber dafür sehr gemütlich aus.
Hier haben wir schon unsere Weihnachtsfeier und die Mitgliederversammlung 2012 durchgeführt und für das neue Stück „As Phönix ut de Asch“, unter der Regie von Dietrich Nolze, geprobt. Premiere hatten wir mit dieser Kriminalkomödie am 27. Oktober im Neubrandenburger Schauspielhaus. In dem Schauspiel geht es um finanzielle Pleiten, Untote und menschliche Verwirrungen.
„En gode Partie“   1 Vorstellung
„So een Tyrann!“   7 Vorstellungen
„As Phönix ut de Asch“   4 Vorstellungen
Aktivitäten mehrerer Bühnenmitglieder gemeinsam (Stadtfeste, Schulprojekt etc.) 13 Aktivitäten
Aktivitäten einzelner Bühnenmitglieder (Stadtführungen, Lesungen etc.) 45 Aktivitäten
2013 – Angefangen hat das Jahr mit einer Mitgliederversammlung, auf der u.a. ein neuer Vorstand gewählt wurde. Marion Suri, unsere Vorsitzende, und Dietrich Nolze, unser künstlerischer Leiter, engagieren sich auch weiterhin im Vorstand. Margret Conrad, künftig verantwortlich für die Finanzen der Bühne, und Bernd Päsler, er ist Stellvertreter der Vorsitzenden, kamen neu dazu.Ricarda Zunk
Ebenfalls auf der Mitgliederversammlung wurde das Stück „Alln’s Goethe oder wat …?“ für die Spielzeit 2013/14 beschlossen. Die Inszenierung übernahm erstmals unser junges Bühnenmitglied Ricarda Zunk. (Dietrich Nolze tritt noch nicht von der Regie-Bühne ab, aber es heißt auch für uns, langfristig für Regienachwuchs zu sorgen.)

Am 29. und 30. Juni gönnten wir uns eine Erholungspause von der Probenarbeit zum neuen Stück und fuhren mit 20 Bühnenmitgliedern nach Kopenhagen. Zwei ereignisreiche Tage, mit langen Busfahrten, einer Rundfahrt mit Stadtführerin in Kopenhagen und der Besuch des Vergnügungsparks Tivoli in Kopenhagen am Samstagabend werden uns lange in Erinnerung bleiben.

Die Premiere von „Alln’s Goethe oder wat …?“ fand am 02. November im Neubrandenburger Schauspielhaus statt. Die positiven Reaktionen des Publikums zeigten, dass das Potential des Stückes, die Regiearbeit und die gut aufgelegten Darsteller eine überzeugende Einheit gebildet haben.

Neben den Theatervorstellungen waren wir 2013 als historische Reuterfiguren zum Beispiel zum Vier-Tore-Fest in Neubrandenburg und zum Altstadtfest in Wittstock präsent und haben die Gäste der Geburtstagsfeier der Tischlerei Lasarzik unterhalten.

Begonnen haben wir mit der Vorbereitung einiger besonderer Aktivitäten für das nächste Jahr, denn 2014 feiern wir den 80. Geburtstag der Niederdeutschen Bühne Neubrandenburg. Davon wird im nächsten Jahr mehr zu berichten sein.

„As Phönix ut de Asch“   5 Vorstellungen
„Alln’s Goethe oder wat …?“   4 Vorstellungen
Aktivitäten mehrerer Bühnenmitglieder gemeinsam (Stadtfeste, Schulprojekt etc.) 19 Aktivitäten
Aktivitäten einzelner Bühnenmitglieder (Stadtführungen, Lesungen etc.) 25 Aktivitäten

2014 war ein besonderes Jahr für uns. Die Niederdeutsche Bühne feierte ihren 80. Geburtstag. 1934 wurde der Bühne von der Reichstheaterkammer der Name Niederdeutsche Bühne Neubrandenburg verliehen und es wurde die Spielberechtigung erteilt. Dieses Jubiläum war Anlaß einer Vielzahl von Aktivitäten 2014.

Im Rahmen einer Medienpartnerchaft mit dem Nordkurier gab es am Jahresanfang den ersten großen Artikel über die Niederdeutsche Bühne in der Zeitung – weitere folgten in den nächsten Monaten. Ende Mai übergab uns der Nordkurier-Briefdienst einen Ersttagsbrief und eine Sonderbriefmarke mit Motiven zur Bühne, so dass die Bühne jetzt auch auf Briefen in die ganze Republik reisen konnte.

Im Sommer hieß es „Niederdeutsch ist überALL“. In Zusammenarbeit mit Freunden aus der Filmbranche und Mitgliedern der Bühne entstand ein kleines Video, das auf humoristische Weise die Lebendigkeit niederdeutscher Sprache und Kultur präsentierte. Das war auch der Beginn unserer „Existenz“ auf YouTube. Neben dem Video, das unter „https://www.youtube.com/watch?v=ZFNitrwUtUY“ zu finden ist, sind auch unsere Stücke und Projekte künftig auf YouTube zu sehen.

Und natürlich gab es auch eine Geburtstagsfeier. Am 6. September trafen wir uns mit Freunden und Förderern im Kino Latücht, um zu feiern. Die Gästeliste – u.a. die Präsidentinnen der Stadtverordnetenversammlung Neubrandenburg und des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, der Kultusminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Kreistagspräsident des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte – zeigte, welche Bedeutung das Niederdeutsche allgemein und unsere Bühne im Besonderen heute in unserer Gesellschaft hat.

Über das gesamte Jahr entstand der Dokumentarfilm „Tau’n Woll – 80 Jahre Niederdeutsche Bühne Neubrandenburg“, der in 50 Minuten kurzweilig und informativ über die Arbeit und die Geschichte der Bühne berichtet. Der hatte im Dezember d.J. Premiere und ist ebenfalls auf YouTube zu sehen – https://www.youtube.com/watch?v=hIPDmgMpC3c.

Aber auch neben den Geburtstagsaktivitäten war einiges los in diesem Jahr. Mitgliederversammlung, kleiner Bühnentag in Wismar, Sommer-Grillfest und Weihnachtsfeier waren einige der Höhepunkte.

Und selbstverständlich gab es auch ein neues Stück in diesem Jahr. Ein neues Stück? Ganz so einfach ist es nicht, denn „Currywurst un Pommes“ gab es schon einmal 1999. Die Komödie, ein satirischer Bilderbogen, spielt an einer Autobahnraststätte und besteht aus einer Vielzahl einzelner Sketche, die Menschen auf dem Weg irgendwohin und zurück zeigen. Und in der Zwischenzeit ist einiges passiert. Das war ein großer Aufwand und Kraftakt, gab aber vielen Bühnenmitgliedern die Möglichkeit mitzuwirken und ihr schauspielerisches Talent in verschiedensten Rollen zu zeigen. In gewohnt engagierter Art und Weise „trieb“ uns Dietrich Nolze, der die Regie übernommen hatte, zu Höchstleistungen.

Für uns war es ein großer Spaß und die Premiere am 8. November zeigte, dass auch die Zuschauer begeistert waren. Unzählige Lacher, Szenenapplaus und eine lange Vorhangordnung am Ende bewiesen, dass die Entscheidung für die „Currywurst“ richtig war.

Und noch einen Höhepunkt gab es 2014. Silvester spielten wir in drei Vorstellungen „Dinner for one up Platt“ im Neubrandenburger Schauspielhaus. Rund 450 Besucher kamen und haben sich köstlich amüsiert über Fröllein Sofie und Buttler Franz.

Das war ein toller und gelungener Jahresabschluß für die Niederdeutsche Bühne Neubrandenburg!

Und nun noch ein bisschen Statistik:

„Alln’s Goethe oder wat …?   3 Vorstellungen
„Currywurst un Pommes“   3 Vorstellungen
„Dinner for one“   3 Vorstellungen
Aktivitäten mehrerer Bühnenmitglieder gemeinsam (Stadtfeste, Schulprojekt etc.) 26 Aktivitäten
Aktivitäten einzelner Bühnenmitglieder (Stadtführungen, Lesungen etc.) 28 Aktivitäten

Anfang 2015 wurde im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Erika Pirwitz, Ricarda Zunk, Dieter Nolze und Bernd Päsler werden in den nächsten zwei Jahren die Geschicke der Bühne organisieren. Bernd Päsler wurde durch den Vorstand zum Vorsitzenden gewählt.

Gunar Mühle inszenierte in diesem Jahr die Urlaubskomödie „Eenmaal noch nah Hiddensee“. Ein doppelt belegtes Zimmer ist Ausgangspunkt für zahlreiche Verwicklungen und eine turbulente Handlung. Aber auch einen ernsten Hintergrund hat das Stück: Wie gehen wir mit alten Menschen um? Zum Schluß gibt es, wie bei einer plattdeutschen Komödie zu erwarten, selbstverständlich ein Happy End. Am 7. November 2015 war die Premiere im Neubrandenburger Schauspielhaus.

Vom 5. bis zum 7. Juni fand der große gemeinsame Bühnentag der Niederdeutschen Bühnen statt. In Rostock trafen sich Mitglieder von Bühnen aus Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, um über plattdeutsche Theaterkultur und deren Zukunft zu diskutieren, an Seminaren teilzunehmen und verschiedene niederdeutsche Stücke anzuschauen.

Im September trafen sich alle Mitglieder zum Sommerfest der Bühne im Bauernhof-Cafe Lebbin. Schon auf der Busfahrt nach Lebbin war die Stimmung ausgelassen, was sich bei Kaffee und Kuchen, Bier und Wein, einer „Schrott-Tombola“ und dem abendlichen Grillen noch steigerte. Alle Teilnehmer denken gerne an diese Stunden ausgelassener Fröhlichkeit zurück.

Am Silvesterabend hieß es dann zum zweiten Mal „Dinner for one“ up Platt im Schauspielhaus Neubrandenburg. Zwei fast ausverkaufte Vorstellungen und die begeisterten Reaktionen des Publikums bewiesen, dass die Entscheidung, das „Dinner“ auch in dem Jahr zu spielen, richtig war.

Und abschließend noch ein paar Zahlen für 2015

„Currywurst un Pommes“   6 Vorstellungen
„Eenmaal noch nah Hiddensee“   3 Vorstellungen
„Dinner for one“ up Platt   2 Vorstellungen
Aktivitäten mehrerer Bühnenmitglieder gemeinsam (Stadtfeste, Schulprojekt etc.) 35 Aktivitäten
Aktivitäten einzelner Bühnenmitglieder (Stadtführungen, Lesungen etc.) 29 Aktivitäten

Das Jahr 2016 fing ruhig an, wahrscheinlich zu ruhig.

Auf der Mitgliederversammlung im Februar wurde der Vorstand für die Arbeit des vergangenen Jahres entlastet und die Kooptierung von Marion Suri in den Vorstand bestätigt. Sie übernimmt die Finanzarbeit.

Beschlossen wurde auch das neue Stück „Lysistrata e.V.“, das Ricarda Zunk inszenieren wird. In der Kleingarten-Komödie – einer plattdeutschen Erstaufführung – geht es darum, dass ein Möbelkonzern das Gelände einer Gartenkolonie aufgekauft hat. Statt sich jedoch gemeinsam gegen den Verkaufsriesen zu wehren, stehen die männlichen Gartenbesitzer im Kleinkrieg untereinander. Als Konsequenz gründen die Frauen den Verein „Lysistrata“, der dem Stück seinen Namen gibt. Nach vielen verwirrenden und überraschenden Wendungen – eine Liebesgeschichte eingeschlossen – gibt es am Ende eine verblüffende Lösung.

Dann kam das Osterfest mit einer großen Überraschung und einem Erschrecken für uns: Die Kündigung unseres Bühnensitzes! Innerhalb von drei Monaten mussten wir eine neue Heimat für unseren Verein finden. Aber wo sollten wir hin? Alle Bühnenmitglieder und viele Freunde halfen. Von 13 möglichen Objekten blieben zwei übrig, die unseren Ansprüchen an die Größe, den Zuschnitt der Räume, den Lademöglichkeiten und der Bezahlbarkeit entsprachen. Letztendlich entschieden wir uns für ein ehemaliges Autohaus auf dem Lindenberg. 25 m³ Siedlungsabfall „wanderten“ in Abfallcontainer, 14 große Müllsäcke mit alten, nicht mehr genutzten Kostümen in Altkleider-Container. 100 Umzugskartons mussten gepackt werden und am 25. Juni ging es, am gefühlt heißesten Tag des Jahres, mit drei großen LKWs auf Umzugstour. Inzwischen ist der neue Bühnensitz nach unseren Vorstellungen eingerichtet und wir freuen uns über die hellen, freundlichen Räume, in denen wir uns wohlfühlen und gut arbeiten können. Insgesamt wurden von 21 Bühnenmitgliedern im Rahmen des Umzuges ca. 400 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Für den Umzug mussten wir eine geplante Bühnenfahrt nach Hamburg ins Ohnsorg-Theater absagen. Dafür gab es Anfang September eine Einweihungsfeier mit einem Fritz Reuter als Gastgeber, Schnittchen und Sekt.

Nach der Premiere von „Lysistrata e.V.“ am 12. November und zwei weiteren Vorstellungen gab es zum Jahresabschluß wieder das „Dinner for one“ up Platt am Silvesterabend im Schauspielhaus Neubrandenburg. Mitwirkende und Zuschauer war gut drauf, so dass die zwei ausverkauften Vorstellungen ein voller Erfolg waren.

Und hier wie immer ein paar Zahlen zum Jahr:

„Eenmaal noch nah Hiddensee   7 Vorstellungen
„Lysistrata e.V.“   3 Vorstellungen
„Dinner for one“ up Platt   2 Vorstellungen
historische und sonstige Programme, Rundgänge, Lesungen, Einzelauftritte 47 Aktivitäten
Projekte mit Kindern und Jugendlichen 32 Aktivitäten
Vereinsveranstaltungen   4 Aktivitäten

Das Bühnenjahr 2017 begann mit der Mitgliederversammlung, auf der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Unser langjähriger künstlerischer Leiter Dieter Nolze stand kranksheitsbedingt für die Vorstandsarbeit leider nicht mehr zur Verfügung. Gewählt wurden Bernd Päsler, den der Vorstand in seiner konstituierenden Sitzung auch zum Vorsitzenden wählte, Marion Suri, Ricarda Zunk und Ilona Döbbert.

Mit dem Arbeitsplan wurde auf der Mitgliederversammlung auch das neue Stück beschlossen „De Düvelsblitz“, eine plattdeutsche schwarze Komödie, für die Gunar Mühle die Regie übernahm. In dem Stück geht es um den alten Hofbauern Jakob Hahn und sein Erbe. Er hätte gerne, dass seine Enkelin Bärbel den Hof übernimmt, Nichte und Neffe tun alles dafür, dass sie selber zum Zuge kommen. Aber dann sind da ja noch der Knecht Michel, Franz, der Freund von Bärbel, und eine Notarin, die alle dazu beitragen, dass zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung gerantiert waren. Premiere war am 4. November im Neubrandenburger Schauspielhaus und abgeschlossen wurde diese Vorstellung mit einer Premierenfeier in der Cafe-Lounge.

Aber nochmal zurück ims Jahr: Nachdem wir im ersten Halbjahr das „alte“ Stück „Lysitrata e.V.“ abgespielt hatten und die Proben zum „Düvelsblitz“ am Laufen waren, gab es im Sommer zur Belohnung eine Vereinsfahrt nach Hamburg. Eine Führung und eine Vorstellung im Ohnsorg-Theater, ein Stadtrundgang und ein Besuch der neu eröffneten Elbphilharmonie wurden zu einem tolles Erlebnis für alle.

Am Ende des Jahres trafen sich die Bühnenmitglieder noch einmal alle auf der Weihnachtsfeier. Als der Weihnachtsmann die Geschenke verteilen wollte, waren diese allerdings alle weg. Schuld daran war ein Alien aus einer weit, weit entfernten Galaxis, das die Geschenk weggebeamt hatte. Aber keine Angst, am Ende bekam doch noch jeder ein Geschenk und alle gingen vergnügt in die Adventszeit.

Und hier wie immer ein paar Zahlen zum Jahr:

„Lysistrata e.V.   7 Vorstellungen
„De Düvelsblitz“   3 Vorstellungen
„Dinner for one“ up Platt   2 Vorstellungen
historische und sonstige Programme, Rundgänge, Lesungen, Einzelauftritte 41 Aktivitäten
Projekte mit Kindern und Jugendlichen 38 Aktivitäten
Vereinsveranstaltungen   8 Aktivitäten